Berichte > Renegade X

 

Can-Am, logisch bei  atv-fun.

 

Renegade, als Vorführer? I was net. X noch dazu, VK 16.990,-, ohne Winde, na bravo. Seit der Sohn de ersten Bilder im www. gesichtet hat, redet er von nichts anderem mehr als von der schwarzen 800er. Seine gesamten Ersparnisse investiert er, wenn wir als nächsten Vorführer die X ordern.
Dabei hat sie nicht einmal Gepäcksträger, wo bitte schrauben wir den Suzuki-Sitz an für den Urlaub, wo wir normalerweise zu dritt auf der Outlander unterwegs sind (natürlich ausschließlich auf Privatgrund). Ok. Ronald die 800er X auf der Bike, nehme ich am Sonntag gleich mit ins Geschäft.

Nix is mit ins Geschäft. Da Bua muss nach der Hausaufgabe solange jeden Tag im Wald herumfahren, bis er am Ende der Woche mit Fieber im Bett liegt.
Papa du musst die X fahren, die geht viel besser wie die anderen 800er, die wir gehabt haben. Ja, natürlich. Gleicher Motor, ok ein paar Kilo weniger, des wird`s sein.
Serviceaufenthalt vom Auto, bissi neugierig, bissi viel zu tun gerade nach der Bike, Anhänger mit Renegade mitgenommen, die Blauen raufgehängt, in die Werkstatt mit Auto, Renegade runter vom Hänger und ab. Warmfahren, Kreuzung, Stoptafel, Schauen ob Freund und Helfer in der Nähe, Gas.
Bist Du deppert, des gibt’s ja ned. Keine Einbildung, wie Wochen später ein sehr ambitionierter Händlerkollege bestätigt.
Die X wheelisiert aus dem Rollen, so was von spontan und kontrollierbar, echt unglaublich. Auch wenn ich es hier nicht schreiben sollte, ich bin der Meinung, wenn ein neues Fahrzeug auf Betriebstemperatur ist, sollte man es nicht allzu lange nudeln, aber auch nicht Stehkragen übertreiben. 122 am Tacho, bei Regen und das Ding liegt wie ein Nobelgeländewagen mit permanentem Allrad, trotz Spurrillen.

Bremsen:

Wer bremst verliert, stimmt nicht immer. Seit die Outlander am Markt sind reklamiere ich winselnd und flehend den guten, rechten Bremshebel, den man ja wegen der Integralbremse nicht braucht, wie die gscheiten Herrn von sich geben. Aber es dürften außer mir einige andere auch gewinselt haben, vielleicht auch der Penlanlnd Mike, danke Mike. Endlich kannst Du wieder vorne und hinten ankern wie Du`s brauchst, und die Integrale hast extra.

Reifen:

BRP ist bekannt dafür, bei Erstausrüstung nur Topreifen zu montieren. Hier ATP holshot, stabil bei hohen Geschwindigkeit, sensationelle Eigenschaften  auf nahezu jedem schwierigem Untergrund.
Achtung: Bauartbedingt kommt es auf Asphalt beim Abbremsen aus hohen Geschwindigkeiten zu gewöhnungsbedürftigen Bremswegen. Wird jedoch stark verbessert durch getrennte Bremskreise vorn und hinten, Integralbremse muss Gott sei dank nicht betätigt werden.


Fahrwerk:

KYB, state of the art in Serienmaschine.
Hochleistungsdämpfer, alles zum Einstellen, Zug- und Druckstufe.
Soll heißen: Zeit nehmen, ausprobieren, je nach Einsatzzweck einstellbar.
30 km ruppiger Untergrund, flott gefahren kaum Ermüdungserscheinung in den Astln. Wesentlich angenehmer als alles andere, was ich bisher probiert habe. Auf einer unserer Hausstrecken in der Puszta, viel höhere Geschwindigkeiten möglich, ohne gefährlich zu werden.

Viscolock:

Mit der letzten 800 Outlander, die ich als Vorführer gehabt habe, wäre ich fast durch meine Auslagenscheibe gesprungen, weil die Techniker das Viscolok von der Sperrwirkung her entschärft haben.


Aber jetzt:
Endlich greift die die Sperre so, wie man es dringend braucht, wenn ein Vorderrad in der Luft ist. Nämlich sauschnell, ohne arges Gasgeben. Das heißt, Du kannst Dich mit Gefühl und langsam ein Hindernis mit nur einem Vorderrad hochziehen, ohne dass dich die schiebender Hinterachse von dem selben runterhaut, bzw. durch die Auslagenscheibe durchschießt, nur weil Du auf einem 45 Grad lehnenden, nicht wirklich fixierten 10-10er Staffel deinen Vorführer präsentieren willst.

Vorzüglich nutzt man das neue Viscolock bei schrägem Überqueren von gefallenen Urwaldriesen oder 100jährigen Schwarzkiefern.
Der Vergleich macht mich sicher: Das führ mich beste Sperrsystem für vorn, nämlich das von Kawasaki brachte beim gleichen umgefallenen Baum ( Brute Force 750) keinen spürbaren Vorteil beim direkten schrägen überqueren.

Handschützer:

Habe ich immer runtergeschraubt, wenn´s wo drauf waren. Nicht bei der X.

Die Sitzbank:

Bequem und so was von schön und bequem, dass man glauben könnte die haben sich den Paolo Piva geholt, um mit dem  Sitz einen Sitzbank-award (wenn`s so was gibt) zu gewinnen.

Unterfahrschutz:

Danke, brauchen wir eh dringend.

Felgen:

schwarz, leicht, superstabil durch Verstärkungsring und wunderschönst.

16.990 EUR

Sie ist es wert.
Wir leben nur einmal.
Grüsse Arno.